
- Ausländische Investitionen im Blick
- Ost-Länder brauchen weiter Förderung
- Elf Millionen Hektar Wald in Deutschland
- Untersuchung von Eiern auf Fipronil
01. Ausländische Investitionen im Blick
Berlin: (hib/HLE) Die Bundesregierung will Investitionen aus dem Ausland in deutsche Unternehmen strenger prüfen. Schon bisher habe man mit der Außenwirtschaftsverordnung Instrumente in der Hand, um den Erwerb inländischer Unternehmen durch Unionsfremde beziehungsweise Ausländer zu prüfen und gegebenenfalls zu untersagen oder mit Auflagen zu versehen, schreibt die Bundesregierung in der Neunten Verordnung zur Änderung der Außenwirtschaftsverordnung (18/13417). Mit der Verordnung soll das nationale Investitionsprüfungsrecht konkretisiert werden, heißt es mit Blick auf die Entwicklung ausländischer Direktinvestitionen.
Das Investitionsprüfungsrecht soll vor allem auf Bereiche mit sicherheitsrelevanten Technologien ausgeweitet werden. Dazu zählt die Regierung Unternehmen, die branchenspezifische Software zum Betrieb kritischer Infrastrukturen entwickeln. Dazu gerechnet werden unter anderem Unternehmen, die mit Überwachungsmaßnahmen nach dem Telekommunikationsgesetz betraut sind, Cloud-Computing-Dienste erbringen oder Schlüsselunternehmen für Produkte der Telematikinfrastruktur sind. “Der Schutz kritischer Infrastrukturen ist von strategischer Bedeutung. Beeinträchtigungen kritischer Prozesse oder gar ihr Ausfall können weitreichende soziale und ökonomische Folgen haben”, schreibt die Bundesregierung. Der Erwerb von Unternehmen aus diesem Bereich durch unionsfremde Investoren “trifft regelmäßig die Versorgungssicherheit der Bundesrepublik Deutschland”.
Auch der Erwerb von Unternehmensbeteiligungen in der Rüstungsindustrie wird in Zukunft strenger geprüft: “Wehrtechnische Unternehmen in Deutschland mit inländischer Mehrheitsbeteiligung sind für die Gewährleistung einer bedarfsgerechten Ausrüstung der Bundeswehr einschließlich der Versorgungssicherheit im Einsatz sowie zur Wahrung der sicherheitspolitischen Interessen der Bundesrepublik Deutschland von herausragender Bedeutung. Bei ausländischen Beteiligungen mit Einfluss auf die Geschäftspolitik besteht ein erhebliches Risiko, mittel- bis langfristig technisches Know-how, die Entwicklungs- wie auch Produktionskapazitäten und damit eine zuverlässige Wehrindustrie, die im Krisenfall unerlässlich ist, zu verlieren”, begründet die Bundesregierung die intensiveren Prüfungen. Auf welche verteidigungspolitischen Schlüsseltechnologien und auf welche kritischen Infrastrukturen die Verordnung im Detail Anwendung findet, ist von der Bundesregierung in anderen Dokumenten festgehalten worden.
02. Ost-Länder brauchen weiter Förderung
Berlin: (hib/PEZ) Mehr als ein Vierteljahrhundert nach der Wende bedürfen ostdeutsche Regionen nach wie vor der Förderung. Zu diesem Schluss kommt die Bundesregierung in ihrem als Unterrichtung vorgelegten Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der deutschen Einheit 2017 (18/13520). “Der wirtschaftliche Aufschwung hat sich positiv auf das Leben der übergroßen Mehrheit der Menschen ausgewirkt”, heißt es darin. Auch die ostdeutschen Regionen hätten von dieser Entwicklung profitiert. “Gleichwohl bestehen erhebliche regionale Unterschiede bei Einkommen, Beschäftigung und Wirtschaftskraft fort.” Im Durchschnitt lag die Arbeitslosenquote dem Bericht zufolge in den ostdeutschen Bundesländern zwischen drei und vier Prozentpunkten höher als in den so genannten alten Bundesländern. Die großen regionalen Unterschiede seien im europäischen Vergleich eine Besonderheit.
Insgesamt liege die subjektive Lebenszufriedenheit in Deutschland auf dem höchsten Durchschnittswert seit der Wiedervereinigung. In Ostdeutschland habe sie sich weitgehend dem West-Niveau angenähert. Allerdings stelle vor allem die Sicherung der Daseinsvorsorge im Osten eine Herausforderung darf. Dahinter stecke die jahrelange Abwanderung in Verbindung mit teilweise geringer Siedlungsdichte und finanzschwachen Gemeinden. Eine gute Versorgung vor Ort sei allerdings für die Lebensqualität und den gesellschaftlichen Zusammenhalt von großer Bedeutung, heißt es in dem Bericht weiter.
Der demographische Wandel dürfte ostdeutsche Regionen darüber hinaus in den nächsten Jahren überproportional treffen: Bevölkerungsrückgang und Alterung vermindern die Wachstumschancen von Regionen zusätzlich – gerade in ostdeutschen Regionen, die oft von einer kleinteiligen Wirtschaftsstruktur geprägt sind. Um so wichtiger sei es, einen Ausgleich und das Ziel gleichwertiger Lebensverhältnisse in ganz Deutschland im Blick zu halten, bilanziert der Bericht: “Aus regionaler Strukturschwäche können sich Folgeprobleme für den inneren Zusammenhalt der Gesellschaft ergeben”, warnt die Bundesregierung. Es könnten “gesellschaftliche Spaltungen bis hin zu radikalen Einstellungen entstehen”.
Eine Förderung von Regionen mit “gravierenden Strukturschwächen” sei daher auch nach dem Ende des Solidarpaktes II erforderlich, so die Bundesregierung. Gleiches gelte für ähnlich aufgestellte Regionen im Westen des Landes. Vor diesem Hintergrund kündigt die Bundesregierung ein künftiges regionales Förderkonzept an, das ganz Deutschland im Blick hat – auch wenn Ostdeutschland ein Schwerpunkt bleiben werde: Hier sei “die Strukturschwäche bis auf wenige Ausnahmen als flächendeckend anzusehen”.
03. Elf Millionen Hektar Wald in Deutschland
Berlin: (hib/EIS) Der Wald in Deutschland ist in einem guten Zustand. Das geht aus dem als Unterrichtung der Bundesregierung (18/13530) vorliegenden Waldbericht 2017 hervor. Die Waldfläche betrage insgesamt mehr als elf Millionen Hektar und damit 32 Prozent der Landesfläche. Die Flächenveränderungen zwischen den Jahren 2002 und 2012 fallen laut Bericht gering aus. Einem Waldverlust von 58.000 Hektar stünden 108.000 Hektar neuer Wald gegenüber. Der Wald werde von vier Baumarten geprägt. Die Fichte stelle mit rund 2,8 Millionen Hektar und 25 Prozent der Waldfläche die häufigste Baumart. Der Fichtenanteil sei mit minus acht Prozent allerdings rückläufig. Die Kiefer folge mit 2,4 Millionen Hektar und 22 Prozent der Waldfläche und verzeichne ein Rückgang von drei Prozent. Dritthäufigste Baumart sei die Buche mit rund 1,7 Millionen Hektar und 15 Prozent Waldflächenanteil. Die Buchenfläche habe zudem um sechs Prozent zugenommen. An vierter Stelle stehe die Eiche mit 1,1 Millionen Hektar und zehn Prozent der Waldfläche bei einem Flächenzugewinn von sieben Prozent. Das Durchschnittsalter der Bäume sei im Vergleich zum Jahr 2002 um viereinhalb Jahre auf 77 Jahre gestiegen. Für die Holzwirtschaft bilde derzeit die Fichte die wichtigste Grundlage für die Wertschöpfung. Bei einem Anteil von nur 25 Prozent der Waldfläche und 33 Prozent des Vorrats hätten Fichten in der letzten Dekade mit 52 Prozent überproportional zum Holzaufkommen beigetragen. Die Wertschöpfung der Holzwirtschaft basiere zum überwiegenden Teil auf Nadelholz mit 77 Prozent der inländischen Rohholzverwendung. Heimische Laubbaumarten seien in ihren technologischen Eigenschaften nicht mit Nadelholz vergleichbar und Massenprodukte aus Laubholz im Baubereich zudem kaum konkurrenzfähig und verfügbar. Derzeit werde das Laubholz überwiegend energetisch genutzt. Die Entwicklung von markttauglichen Laubholzprodukten sei deshalb eine der wichtigsten und anspruchsvollsten Aufgaben von Forschung und Entwicklung in der Forst- und Holzwirtschaft.
04. Untersuchung von Eiern auf Fipronil
Berlin: (hib/EIS) Eier und Geflügelfleisch sollen systematisch auf Rückstände von Fipronil untersucht werden. Die für das Vorhaben erforderlichen Details würden derzeit zwischen den Bundesländern und dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) abgestimmt, heißt es in einer Antwort der Bundesregierung (18/13477) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zu den Konsequenzen für die Lebensmittelüberwachung (18/13334). Das Schädlingsbekämpfungsmittel Fipronil war im Juli in Eiern von Legehennen nachgewiesen worden. Es kkann aber nicht ausgeschlossen werden, dass belastete Eier schon vorher im Umlauf waren, heißt es in der Antwort. Darüber hinaus stellt die Bundesregierung fest, dass es offensichtlich Mängel beim Informationsaustausch zwischen den EU-Mitgliedsstaaten gegeben habe. Deshalb sollen auf Ebene des Ministerrats und mit der Kommission Vorschläge zur Verbesserung der Schnelligkeit und Verlässlichkeit des Frühwarnsystems erörtert werden.
- Pattform zu antimikrobieller Forschung
- Äußerungen der Drogenbeauftragten
- Zwischenbilanz zum Präventionsgesetz
- Importgenehmigungen für Cannabis
01. Pattform zu antimikrobieller Forschung
Berlin: (hib/ROL) Fehlende Forschungsanreize sind weltweit eine Bedrohung der öffentlichen Gesundheit. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben allein in der Europäischen Union jährlich circa 25.000 Menschen an den Folgen einer Infektion mit antibiotikaresistenten Erregern. Das schreiben Bündnis 90/Die Grünen in ihrer Kleinen Anfrage (18/13505). Sie weisen darauf hin, dass mithilfe einer “neuen internationalen Plattform” die Zusammenarbeit im Bereich Forschung und Entwicklung unterstützt werden soll, um die “Wirkung bestehender und neuer Initiativen in antimikrobieller Grundlagenforschung und klinischer Forschung sowie der Produktentwicklung zu maximieren”. Dazu hätten sich die Staats- und Regierungschefs der G20 in ihrer Abschlusserklärung am 10. Juli 2017 bekannt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) habe daraufhin angekündigt, die Plattform “in den nächsten zehn Jahren mit bis zu 500 Millionen Euro” zu unterstützen.
Obwohl neue Wirkstoffe dringend benötigt würden, seien seit 1987 keine wesentlichen neuen Antibiotika Wirkstoffklassen entwickelt worden. Die Grünen wollen wissen, welches nach Auffassung der Bundesregierung die größten globalen gesundheitlichen Herausforderungen in Bezug auf antimikrobielle Resistenzen seien. Zudem interessiert die Grünen, wie die geplante Forschungsplattform strukturiert werden und welche Zielsetzung die geplante Forschungsplattform haben soll.
02. Äußerungen der Drogenbeauftragten
Berlin: (hib/PK) Äußerungen der Drogenbeauftragten bei der Vorstellung des Drogen- und Suchtsberichts 2017 sind Thema einer Kleinen Anfrage (18/13476) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Die Drogenbeauftragte habe sich unter anderem zum Thema Legalisierung von Cannabis geäußert sowie zu den Ursachen der überdurchschnittlich hohen Zahl von Drogentoten in Bayern.
Die Abgeordneten fragen die Bundesregierung nun unter anderem, wie sie zu den Äußerungen steht.
03. Zwischenbilanz zum Präventionsgesetz
Berlin: (hib/PK) Mit dem im Sommer 2015 in Kraft getretenen Präventionsgesetz befasst sich die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in einer Kleinen Anfrage (18/13504). Mit einer Vielzahl von teilweise widersprüchlichen Regelungen sei die Umsetzung des Reformgesetzes schwer gemacht worden. Die Abgeordneten fragen die Bundesregierung nun nach konkreten Ergebnissen und aktuellen Bewertungen.
04. Importgenehmigungen für Cannabis
Berlin: (hib/PK) Mit der geplanten Cannabis-Agentur und Liefergenpässen bei Cannabis-Blüten befasst sich in einer Kleinen Anfrage (18/13525) die Fraktion Die Linke. Das Ausschreibungsverfahren für den Anbau von 200 Kilogramm Cannabis pro Jahr für den Zeitraum 2019 bis 2022 sei bereits beendet. In der Zwischenzeit solle der Bedarf an medizinischem Cannabis durch Importe gedeckt werden. Es seien jedoch bereits Lieferengpässe bei Cannabis-Blüten bekannt geworden.
Die Abgeordneten wollen von der Bundesregierung nun unter anderem erfahren, welche anderen Länder über solche Cannabis-Agenturen verfügen und welche Staaten rechtlich in der Lage sind, medizinisches Cannabis nach Deutschland zu exportieren.
- Zustand der Verkehrsstationen in Sachsen
- Internet in Mecklenburg-Vorpommern
- Schnelles Internet in Niedersachsen
- Grüne fragen nach Fluggastrechten
01. Zustand der Verkehrsstationen in Sachsen
Berlin: (hib/HAU) Nach dem Zustand von Bahnhöfen und Haltepunkten der Bahn in Sachsen erkundigt sich die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in einer Kleinen Anfrage (18/13407). Gefragt wird unter anderem, welche Qualitätskennzahl der Kategorie “Funktionalität Bahnsteige” die einzelnen Verkehrsstationen in Sachsen jeweils bei der Bewertung für den Infrastrukturzustandsbericht 2016 erhalten haben. Wissen wollen die Abgeordneten auch, wie sich der Zustand der Verkehrsstationen in Sachsen in den letzten zehn Jahren, insbesondere im Zeitrahmen der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung zwischen dem Bund und der Deutschen Bahn AG im Jahr 2009, verändert hat.
02. Internet in Mecklenburg-Vorpommern
Berlin: (hib/HAU) Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen möchte über den aktuellen Stand beim Ausbau der Breitbandversorgung in Mecklenburg-Vorpommern informiert werden. In einer Kleinen Anfrage (18/13441) erkundigen sich die Abgeordneten, für wie viele Haushalte in Mecklenburg-Vorpommern ein Internetanschluss mit mindestens 1 Mbit/s, 2 Mbit/s, 6 Mbit/s, 16 Mbit/s, 30 Mbit/s oder 50 Mbit/s und 100 Mbit/s Downstream verfügbar ist. Wissen wollen die Grünen auch, für wie viele Haushalte in Mecklenburg-Vorpommern ein entsprechender leitungsgebundener Breitbandanschluss verfügbar ist. Thematisiert wird in der Kleinen Anfrage auch das drahtlose Internet. Gefragt wird, welche Bandbreiten durch eine drahtlose Internetanbindung auf LTE-Basis in Mecklenburg-Vorpommern durchschnittlich verfügbar sind. Mit Blick auf den Breitbandausbau interessiert die Grünen, in welcher Höhe die dafür im Bundeshaushalt eingestellten Fördermittel in den Jahren 2013 bis 2017 durch Mecklenburg-Vorpommern abgerufen wurden.
03. Schnelles Internet in Niedersachsen
Berlin: (hib/HAU) Über den aktuellen Stand beim Ausbau der Breitbandversorgung in Niedersachsen möchte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen informiert werden. In einer Kleinen Anfrage (18/13446) erkundigen sich die Abgeordneten, für wie viele Haushalte in Niedersachsen ein Internetanschluss mit mindestens 1 Mbit/s, 2 Mbit/s, 6 Mbit/s, 16 Mbit/s, 30 Mbit/s oder 50 Mbit/s und 100 Mbit/s Downstream verfügbar ist. Wissen wollen die Grünen auch, für wie viele Haushalte in Niedersachsen ein entsprechender leitungsgebundener Breitbandanschluss verfügbar ist. Thematisiert wird in der Kleinen Anfrage auch das drahtlose Internet. Gefragt wird, welche Bandbreiten durch eine drahtlose Internetanbindung auf LTE-Basis in Niedersachsen durchschnittlich verfügbar sind. Die Grünen interessiert zudem, in welcher Höhe die für den Breitbandausbau im Bundeshaushalt eingestellten Fördermittel in den Jahren 2013 bis 2017 durch Niedersachsen abgerufen wurden.
04. Grüne fragen nach Fluggastrechten
Berlin: (hib/HAU) Die Fluggastrechte in Deutschland thematisiert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in einer Kleinen Anfrage (18/13457). Die Abgeordneten wollen unter anderem wissen, wie viele Flüge auf deutschen Flughäfen in den Jahren 2012 bis 2017 verspätet gestartet oder gelandet sind und wie viele Flüge abgesagt wurden. Gefragt wird auch, wie viele der betroffenen Passgiere eine Entschädigung erhalten haben.
- Anpassungsbedarf wegen Ehe für alle
- Polizeieinsatz bei G20-Gipfel l
- Muster in DNA-Analysedatei des BKA
- Nutzung von Sicherheitslücken
- Leasing von Ministeriumsfahrzeugen
- Asylentscheidungspraxis in Bundesländern
- Wahlrecht von Auslandsdeutschen
- Angriffe auf Büros von Bundestagsparteien
- Anschlag in München vom Juli 2016
01. Anpassungsbedarf wegen Ehe für alle
Berlin: (hib/STO) Die Frage, welche technischen Umstellungen in Zusammenhang mit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Einführung des Rechts auf Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts vorgenommen werden müssen, ist ein Thema der Antwort der Bundesregierung (18/13399) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen mit dem Titel “Anpassungsbedarf wegen der Ehe für alle” (18/13274). Wie die Bundesregierung darin ausführt, geben die personenstandsrechtlichen Vorschriften im Zusammenhang mit der standesamtlichen Registrierung einer gleichgeschlechtlichen Ehe und der Umwandlung einer bestehenden Lebenspartnerschaft in eine Ehe vor, welche Daten im elektronischen Register zu beurkunden sind, welche Feldüberschriften (Leittexte) die einzelnen Datenfelder haben und wie sich der elektronische Mitteilungsverkehr gegenüber anderen Standesämtern und Behörden gestaltet. Die eingesetzten Formate sähen derzeit nur eine verschiedengeschlechtliche Ehe vor und müssten deshalb angepasst werden.
“Die Anpassung der Formate für den Datenaustausch (XPersonenstand) und die Registerschnittstelle (XPersonenstandsregister) erfolgt nach den Vorgaben der Personenstandsverordnung durch eine Spezifizierung in den zuständigen Gremien, Abnahme durch den Arbeitskreis I der Innenministerkonferenz und Veröffentlichung”, heißt es in der Antwort weiter. Auf dieser Grundlage würden in einem zweiten Schritt die für das Personenstandswesen eingesetzten elektronischen Fach-, Register- und Datenaustauschverfahren programmiert, getestet und ausgeliefert. Hierfür stehe den Verfahrensherstellern grundsätzlich eine Vorlaufzeit von neun Monaten zur Verfügung.
02. Polizeieinsatz bei G20-Gipfel l
Berlin: (hib/STO) Um den Einsatz der Polizei während des zurückliegenden G20-Gipfels in Hamburg geht es in der Antwort der Bundesregierung (18/13409) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (18/13209). Wie die Bundesregierung darin schreibt, sorgten während des Gipfels “Polizeikräfte von Bund und Ländern, Feuerwehren, das Technische Hilfswerk (THW) und Deutsche Rote Kreuz (DRK) sowie die Bundeswehr und viele andere Hilfsorganisationen für die Sicherheit”, Deren Einsatz sei es zu verdanken, dass der Schutz friedlicher Demonstrationen und die Sicherheit der Staatsgäste während des G20-Gipfels gewährleistet werden konnte.
Weiter führt die Regierung aus, dass während des Gipfels “Polizeikräfte von Bund und Ländern einem erheblichen Gewaltpotential von Gipfelgegnern ausgesetzt” gewesen seien, “das neben den ansonsten friedlichen Demonstrationen in Hamburg mobilisiert wurde”. Polizisten hätten sich ” zum Schutz der Allgemeinheit kraft ihres gesetzlichen Auftrages in besondere Gefahrensituationen begeben” müssen; es seien “viele verletzte Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte zu beklagen”.
03. Muster in DNA-Analysedatei des BKA
Berlin: (hib/STO) In der DNA-Analysedatei des Bundeskriminalamtes haben sich Ende Juli dieses Jahres knapp 1,2 Millionen DNA-Muster befunden. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung (18/13411) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (18/13285) hervor. Danach enthielt die Datei mit Stand vom 31. Juli 2017 insgesamt 1.183.290 DNA-Muster.
04. Nutzung von Sicherheitslücken
Berlin: (hib/STO) “Einsatz von Schadsoftware (sogenannte Bundestrojaner) und Zurückhaltung und Ausnutzung von Sicherheitslücken durch Bundesbehörden” lautet der Titel einer Kleinen Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/13413). Darin erkundigen sich die Abgeordneten danach, “wie viele allgemein technisch unterscheidbare Verfahren der gezielten Ausnutzung von IT-Sicherheitslücken einzelner Kommunikationsanbieter unterhalb der Schwelle des Trojanereinsatzes” von Seiten der Bundesregierung bislang unterschieden werden und wie oft diese Verfahren bis heute jeweils zum Einsatz gekommen sind. Auch möchten sie unter anderem wissen, ob die Bundesregierung die Auffassung teilt, “dass die Zurückhaltung beziehungsweise fehlende staatliche Meldung jeglicher Formen von Sicherheitslücken an Hersteller wie Bürgerinnen und Bürger im konkreten Fall nicht nur Gefahren für Einzelpersonen, sondern für die kritischen Infrastrukturen der Bundesrepublik Deutschland insgesamt nach sich ziehen können”.
05. Leasing von Ministeriumsfahrzeugen
Berlin: (hib/STO) Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen will von der Bundesregierung wissen, welche Pkw in den einzelnen Ministerien, mit denen Minister und Staatssekretäre gefahren werden, geleast sind. In einer Kleinen Anfrage (18/13421) erkundigt sie sich zudem danach, ob auch Elektroautos unter den geleasten Fahrzeugen sind. Ferner fragt sie unter anderem, ob die Bundesregierung plant, verstärkt Elektroautos in den Dienst zu nehmen.
06. Asylentscheidungspraxis in Bundesländern
Berlin: (hib/STO) Um “Unterschiede in den Bundesländern in der Asylentscheidungspraxis des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge” geht es in einer Kleinen Anfrage der Fraktion Die Linke (18/13436). Darin erkundigt sich die Fraktion danach, wie die bereinigten Schutzquoten für die zehn wichtigsten Asyl-Herkunftsländer im Jahr 2016 und im ersten Halbjahr 2017 nach Bundesländern differenziert lauten. Auch will sie unter anderem wissen, welche Bundesländer in den Jahren 2016 und 2017 “mit jeweils deutlich über- beziehungsweise unterdurchschnittlichen bereinigten Schutzquoten bei identischen Herkunftsländern” auffallen.
07. Wahlrecht von Auslandsdeutschen
Berlin: (hib/STO) Die Fraktion Die Linke will wissen, wie hoch nach Kenntnis der Bundesregierung die Wahlbeteiligung von Auslandsdeutschen bei der Bundestagswahl 2013 war. In einer Kleinen Anfrage (18/13462) erkundigt sie sich auch danach, wie viele seit mindestens 25 Jahren im Ausland lebende Auslandsdeutsche zur Bundestagswahl 2013 eine Eintragung ins Wählerregister beantragt haben. Ferner fragt sie unter anderem, wie viele Personen nach Kenntnis der Bundesregierung schätzungsweise bei der Bundestagswahl 2017 von der Regelung betroffen sind, “dass sie nicht mehr automatisch ins Wählerregister eingetragen werden, weil sie seit 25 oder mehr Jahren im Ausland leben”.
08. Angriffe auf Büros von Bundestagsparteien
Berlin: (hib/STO) “Angriffe auf Büros der im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien” thematisiert die Fraktion Die Linke in einer Kleinen Anfrage (18/13466). Darin erkundigt sie sich unter anderem danach, welche Erkenntnisse die Strafverfolgungs- und Sicherheitsbehörden des Bundes über die Zahl der Angriffe auf Büros der im Bundestag vertretenen Parteien und Bundestagsabgeordneten beziehungsweise deren Mitarbeiter von Anfang Januar bis Ende Juli 2017 haben. Gleiches will sie bezüglich der Zahl der Angriffe auf Privatwohnungen und Kraftfahrzeuge von Bundestagsabgeordneten beziehungsweise deren Mitarbeitern seit Jahresbeginn wissen.
09. Anschlag in München vom Juli 2016
Berlin: (hib/STO) “Das Attentat am Olympia-Einkaufszentrum vom 22. Juli 2016 und Hinweise auf dessen rassistischen Hintergrund” beschäftigt die Fraktion Die Linke in einer Kleinen Anfrage (18/13482). Wie die Fraktion darin ausführt, ermordete damals der Deutsch-Iraner “David S. am Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) in München neun Menschen” mit Migrationshintergrund. Bereits kurz nach der Tat hätten sich Meldungen über einen rechtsextremen beziehungsweise rassistischen Hintergrund des Täters gehäuft. Mit den fortschreitenden Ermittlungen seien zahlreiche weitere Details bekannt geworden, “die sehr deutlich für eine rassistische Motivation des Täters sprechen”.
Nach Auskunft der Bundesregierung sei “dem Bundeskriminalamt das Attentat seitens des Bundeslandes Bayern nicht als politisch motivierte Straftat gemeldet” worden, heißt es in der Vorlage weiter. Wissen wollen die Abgeordneten unter anderem, ob die Bundesregierung die Einschätzung der Tat als unpolitisch motiviert aufrecht hält.
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