Bundesregierung informiert: Merkel zollt Tafel-Bewegung Respekt

Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
Debatte über Essener Tafel
Merkel zollt Tafel-Bewegung Respekt

Die Kanzlerin setzt in der Debatte über das Vorgehen der Essener Tafel auf “gute Lösungen, die
nicht bestimmte Gruppen ausschließen”. Konkret entscheiden würden die Verantwortlichen vor Ort, so
Regierungssprecher Seibert. Die Kanzlerin habe größten Respekt vor jedem, der ehrenamtlich in der
Tafelbewegung arbeite.

Regierungssprecher Steffen Seibert ging am Mittwoch in der Regierungs-Pressekonferenz auf die
Diskussion über das Vorgehen der Essener Tafel ein. Er stellte voran, dass die Kanzlerin immer
wieder gesagt habe, dass die Millionen von Ehrenamtlichen, ob in sozialen Einrichtungen, in der
Bildung oder im Sport, ein “wahrer Schatz unseres Landes” seien.
So habe Merkel “größten Respekt vor jedem, der ehrenamtlich in der Tafelbewegung arbeitet”,
erklärte Seibert. “Das sind Menschen, die mit großem Einsatz und mit Energie anderen Menschen auf
eine sehr praktische Weise helfen.”
Merkel telefoniert mit Essener Oberbürgermeister
Seibert wies auf ein Telefonat der Bundeskanzlerin mit dem Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen
am Dienstag hin. Dabei habe sie sich von dem Oberbürgermeister die Situation genau schildern
lassen. Für die Kanzlerin sei klar, dass sich in Essen ein “Druck” aufgebaut habe, mit dem die
Tafelverantwortlichen jetzt umgehen müssten. Deshalb “ist es gut, dass jetzt an einem Runden Tisch
in Essen Lösungen gefunden werden”. An diesem sollen laut Seibert das Sozialdezernat der Stadt,
Wohlfahrtsverbände und auch Migrantenorganisationen beteiligt werden.
Entschieden wird vor Ort
Der Regierungssprecher betonte, dass die Kanzlerin hoffe, “dass gute Lösungen gefunden werden, die
nicht bestimmte Gruppen ausschließen”. Andere Tafeln in anderen Städten hätten bei ähnlichen
Problemen Maßnahmen getroffen, die vielleicht auch für die Essener Situation hilfreich seien.
“Klar ist, das wird entschieden von den Tafelverantwortlichen vor Ort”, betonte Seibert.
Die Debatte war aufgekommen nachdem die Essener Tafel angekündigt hatte, bis auf Weiteres nur noch
Bedürftige mit deutschem Pass als neue Kunden aufzunehmen.


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