Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
Arbeitsmarktzahlen August
Lage auf dem Arbeitsmarkt bleibt gut
Die Zahl der Erwerbstätigen ist auf 44,95 Millionen gestiegen. Und auch wer einen Job sucht, hat
gute Chancen: Es gibt deutlich mehr offene Stellen als vor einem Jahr. Die Bundesagentur für Arbeit
veröffentlichte die aktuellen Zahlen vom Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote liegt bei 5,2 Prozent.
Die günstige Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hält auch im Sommer an. Im Juli waren 574.000 mehr
Menschen erwerbstätig als vor einem Jahr – insgesamt 44,95 Millionen. Verantwortlich für die
Steigerung ist allein die Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. 32,87 Millionen
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer waren im Juni sozialversichert angestellt – das sind 704.000
mehr als im Juni des Vorjahres.
194.000 weniger Arbeitslose als im Vorjahr
Wie im Sommer üblich, hat die Arbeitslosigkeit im August leicht zugenommen. 26.000 mehr Menschen
als im Juli waren arbeitslos gemeldet, insgesamt 2,35 Millionen. Grund dafür ist, dass in der
Sommerpause die meisten Ausbildungsverträge enden. Neueinstellungen werden oft in den Herbst
verschoben. Die Arbeitslosenquote liegt jetzt bei 5,2 Prozent.
Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Arbeitslosen jedoch um 194.000 gesunken. Auch die
Unterbeschäftigung ging zurück: Im August waren 16.800 weniger Menschen kurzfristig arbeitsunfähig
oder nahmen an Maßnahmen der Arbeitsförderung teil. Die Chancen, aus der Arbeitslosigkeit
herauszukommen, nehmen zu.
Mehr freie Stellen
828.000 offene Stellen waren im August bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) gemeldet, 62.000 mehr
als im Vorjahresmonat. Insgesamt konnten die Unternehmen im zweiten Quartal 2018 rund 1,21
Millionen Stellen nicht besetzen. Das ergab die vierteljährliche Betriebsbefragung durch das
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).
In vielen Berufen und Regionen verschärfe sich der Fachkräftemangel, erklärte Bundesarbeitsminister
Hubertus Heil. Dies gelte speziell im Gesundheits- und Pflegebereich und in Bau- und
Handwerksberufen.
Beitrag zur Arbeitslosenversicherung soll sinken
Aufgrund der guten Lage kündigte Heil an, den Beitrag zur Arbeitslosenversicherung von 3,0 auf 2,5
Prozent zu senken. “Mit dieser Senkung bleibt sichergestellt, dass der Bundesagentur für Arbeit
genügend finanzielle Mittel für Fortbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen der Arbeitnehmerinnen
und Arbeitnehmer in Deutschland zur Verfügung stehen”, sagte Heil.
Der Minister will in Kürze ein Gesetz zur Stärkung der Chancen für Qualifizierung und für mehr
Schutz in der Arbeitslosenversicherung auf den Weg bringen.
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